Schmuck


Informationen rund um Schmuck

Wissenswertes über Silber

Schon oft habe ich erlebt, dass Kunden beim Schmuckkauf Abstand von Silberschmuck genommen haben mit folgendem Satz:

„Meine Haut reagiert allergisch auf Silberschmuck!“

Dass das Edelmetall Silber allergische Reaktionen der Haut hervorrufen kann ist ein von vielen Menschen angenommener Irrglaube:

Eine 925er-Silberlegierung, wie sie auch von Wahnwerk verarbeitet wird, besteht normalerweise aus 92,5% reinem Silber und 7,5 % Kupfer. Feinsilber ist ein sehr weiches Metall und durch das Beimengen von Kupfer entsteht eine Silberlegierung mit einer gewissen Härte, die sich besser zum Verarbeiten von Schmuck eignet, als das reine Silber.

Jedoch kommt es leider in der Schmuckherstellung immer noch sehr häufig vor, dass Silberlegierungen anstelle von Kupfer andere Bestandteile beigefügt werden, um die Legierungseigenschaften zu verändern oder auch aus Gründen der Oberflächenveredelung eines Schmuckstücks. Diese Bestandteile, wie beispielsweise Nickel, können schon in kleinsten Mengen allergische Reaktionen hervorrufen. Dies ist häufig bei schlechtem und billig produziertem Schmuck der Fall, bei dessen Herstellern meist nur der Gewinn im Vordergrund steht. Allergiker sollten beim Silberschmuckkauf also darauf achten bzw. nachfragen, aus welchen Bestandteilen die verwendete Silberlegierung des Schmuckstücks besteht.

Silber selbst ist also vollkommen unbedenklich und wird sogar in der Medizin eingesetzt: Durch seine oligodynamischen Wirkung, d.h. seine Eigenschaft Keime und Pilze abzutöten, finden Silber-Ionen beispielsweise als Defektionsmittel und Therapeutikum in der Wundtherapie eine Verwendung.

Kupfer als möglichen Auslöser für eine Allergie verantwortlich zu machen, ist auch eher unwahrscheinlich. Kupfer wird ebenso, wie Silber im medizinischen Bereich eingesetzt, unter anderem in medizinischen Bädern und in Legierungen zum Zahnersatz.

 

Die von Wahnwerk verarbeite 925er-Silberlegierungen sind  frei von Allergie auslösenden Bestandteilen.

 

Silber, im lateinischen „argentum“ genannt (daher das Elementsymbol „Ag“ im Periodensystem), besitzt ebenso die Eigenschaft, dass es mit den Schwefelbestandteilen in der Luft reagiert, d.h. das Silber oxidiert. Die Folge ist ein langsam entstehender gelblich bis schwarzer Belag aus Silbersulfid, sowie Kupfersulfid und Kupferoxiden des Legierungspartners Kupfer. Aber ebenso können die Verwendung von Kosmetika, Chemikalien und selbst die Zusammensetzung des Säureschutzmantels der Haut Ursachen der Oxidation sein.

Diese Form der Oxidation ist nur oberflächlich und kann in der Regel auch mit einfachen Hausmitteln beseitigt werden, beispielsweise durch das Einlegen des Schmuckstückes in eine aus Alufolie geformte Schale mit warmem Wasser, das stark mit haushaltsüblichem Kochsalz versetzt ist. Innerhalb kürzester Zeit löst sich die Oxidschicht auf. Gegebenenfalls muss der Vorgang mehrmals wiederholt werden.

Das Oxidieren von Silberschmuck ist unvermeidlich. Versuche, Schmuck geeignete Silberlegierungen herzustellen, die anlaufbeständig sind, blieben bisher erfolglos. Schutzlacke oder galvanische Beschichtungen wie zum Beispiel das Rhodinieren (chemische oder galvanische Oberflächenveredelung mittels dem Platinnebenmetall Rhodium zur Erzeugung eines harten Silberglanzes), sind nur wenig haltbar, da diese Schutzschichten schon durch Polieren oder durch häufiges Tragen des Schmucks abgenutzt werden und verschwinden.

Häufig getragener Silberschmuck muss also regelmäßig gepflegt werden, wenn man eine zu starke Oxidationsfärbung vermeiden möchte. Neben den bewährten Hausmittelchen zur Schmuckreinigung gibt es natürlich auch  Reinigungsmittel käuflich zu erwerben. Jedoch ist darauf zu achten, dass viele dieser  Schmuckreinigungsmittel chemische Bestandteile beinhalten, auf die Edelsteine empfindlich reagieren können und diese schädigen können. Dies gilt ganz besonders für organische Substanzen wie Horn, Elfenbein, Koralle, Perlen und Bernstein. Es sollten also unbedingt die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Reinigungsmittel genau beachtet werden. Eine zu stärkere Dosierung oder zu lange Anwendungsdauer kann den Schmuck schädigen. Wagen Sie also lieber keine Experimente und bei Unsicherheit fragen Sie lieber einen Experten in Ihrer Nähe.

Wissenswertes über 333er-Goldlegierungen

Aus folgenden Gründen würde ich persönlich jedem Goldschmuck-Liebhaber abraten, sich seinen Schmuck in einer 333er-Goldlegierung zu kaufen oder anfertigen zu lassen:

Eine 333er-Goldlegierung besteht immer aus einem Drittel aus Gold, sowie aus Silber und Kupfer. Oft werden auch noch andere Legierungszusätzen wie Nickel, Zink oder Zinn beigefügt, um die Legierungseigenschaften wie beispielsweise Härte und Farbe zu verändern. In der Metallurgie werden Legierungen gewöhnlich nach ihrem Haupt-Legierungsmetall benannt. Demnach wäre eine 333er-Goldlegierung mit beispielsweise 45% Silber und 22% Kupfer in Wirklichkeit eine goldhaltige Silberlegierung und kein Gold. Daraus resultiert der unedle Charakter von 333er-Goldlegierungen. Der geringe Goldanteil wirkt sich auf alle Faktoren der Bearbeitung und der chemischen Resistenz aus. So laufen besonders kupferhaltige 333er-Goldlegierungen leicht an der Luft an und reagieren empfindlicher auf den Kontakt mit Säuren. Dies führt unter anderem zu der unangenehmen und wenig bekannten Eigenschaft der 333er-Goldlegierung, der so genannte Spannungskorrosion. Hierbei werden die härtebildenden Zusatzmetalle, wie Kupfer und Zink, nicht nur von Salz- und Schwefelsäure angegriffen, sondern bereits schon durch die in Hautausdünstungen enthaltenen Stoffe Kochsalz, Ammoniak und Buttersäure. Dies führt zu einem plötzlichen Auftreten von Rissen im Metall. Das Reparieren von jahrelang getragenen und dadurch stark beanspruchten Schmuck ist oft nicht mehr möglich.

Hinzu kommt auch, dass die 333er-Goldlegierung die größte Härte und geringste Dehnbarkeit zeigt, also praktisch nur bei häufigem Zwischenglühen bearbeitbar ist. Das Zulegieren anderer Metalle (besonders Zink) bewirkt zwar eine Verbesserung der mechanischen Verarbeitbarkeit, jedoch eine Verschlechterung der Gieß- und Löteigenschaften der Legierung.

Im Gegensatz zu andern Ländern ist es in Deutschland gesetzlich erlaubt, ein Schmuckstück aus einer 333er-Goldlegierung als „echt Gold“ zu kennzeichnen. Der einzige Grund für die Herstellung und Verwendung scheint jedoch nur der Kostenfaktor für die Schmuckindustrie zu sein.

Wissenswertes über Edelsteine

Zeitweilig wurde darüber gestritten, welche Mineralien zu den Edelsteinen gehören. Die Ansichten über die Einstufung gingen dabei stark auseinander.

Früher sagte man, dass nur Diamanten, Rubine, Saphire und Smaragde Edelsteine seien. Alle anderen Steine, welche zu Schmuck verarbeitet werden, bezeichnete man als so genannte „Halbedelsteine“.

Heute ist man jedoch der Ansicht, dass alle Mineralien, die sich im Handel befinden und welche im Allgemeinen als schön empfunden werden und als Schmuck Verwendung finden, Edelsteine sind. Dabei vertreten einige Experten die Meinung, dass die zur Schmuckverarbeitung geeigneten Steine mit einer Ritzhärte (Mohssche Härte*) über 7 als Edelsteine gelten und jene, welche unter dieser Härte liegen, als Schmucksteine bezeichnet werden.

Der Ausdruck „Halbedelstein“ wird heute allgemein als nicht zutreffend abgelehnt und ist im Fachhandel nicht mehr gebräuchlich, da es eine abwertende Bezeichnung ist, da die meisten so genannte Halbedelsteine, in der besten Qualität, wertvoller sind, als Edelsteine in einer schlechten Qualität.

*) 1822 entwickelte Carl Friedrich Christian Mohs die Mohssche Härteskala zur Klassifikation der Mineralien. Es handelt sich dabei um eine relative Skala von 1 (Talk "Veroneser Kreide") bis 10 (Diamant). Jedes Mineral in dieser Skala kann ein Mineral niedrigerer Mohshärte ritzen und von einem mit einer höheren Härte geritzt werden. Mineralien gleicher Härte können sich nicht ritzen.