Wissenswertes über Edelsteine


Nadja geschrieben am29 September 2009

Zeitweilig wurde darüber gestritten, welche Mineralien zu den Edelsteinen gehören. Die Ansichten über die Einstufung gingen dabei stark auseinander.

Früher sagte man, dass nur Diamanten, Rubine, Saphire und Smaragde Edelsteine seien. Alle anderen Steine, welche zu Schmuck verarbeitet werden, bezeichnete man als so genannte „Halbedelsteine“.

Heute ist man jedoch der Ansicht, dass alle Mineralien, die sich im Handel befinden und welche im Allgemeinen als schön empfunden werden und als Schmuck Verwendung finden, Edelsteine sind. Dabei vertreten einige Experten die Meinung, dass die zur Schmuckverarbeitung geeigneten Steine mit einer Ritzhärte (Mohssche Härte*) über 7 als Edelsteine gelten und jene, welche unter dieser Härte liegen, als Schmucksteine bezeichnet werden.

Der Ausdruck „Halbedelstein“ wird heute allgemein als nicht zutreffend abgelehnt und ist im Fachhandel nicht mehr gebräuchlich, da es eine abwertende Bezeichnung ist, da die meisten so genannte Halbedelsteine, in der besten Qualität, wertvoller sind, als Edelsteine in einer schlechten Qualität.

*) 1822 entwickelte Carl Friedrich Christian Mohs die Mohssche Härteskala zur Klassifikation der Mineralien. Es handelt sich dabei um eine relative Skala von 1 (Talk "Veroneser Kreide") bis 10 (Diamant). Jedes Mineral in dieser Skala kann ein Mineral niedrigerer Mohshärte ritzen und von einem mit einer höheren Härte geritzt werden. Mineralien gleicher Härte können sich nicht ritzen.